Was jede Frau über die urologische Gesundheit von Männern wissen sollte

Aufgepasst, Ladies! Sie können einiges zur Erhaltung der Gesundheit Ihres Mannes, Freundes, Bruders oder Sohnes beitragen. Es gibt ein paar Dinge, die Sie hinsichtlich der urologischen Gesundheit Ihres Liebsten wissen sollten.

Erektile Dysfunktion ist oft ein Zeichen für etwas Ernsteres.

Etwa 70 Prozent der Fälle von erektiler Dysfunktion (ED) werden durch bereits bestehende Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, hohe Cholesterinwerte oder Herzerkrankungen verursacht. Je weiter diese Krankheiten fortgeschritten sind, desto größer ist das Risiko eines Mannes für ED. In den meisten Fällen ist ED behandelbar. Wenn sich bei Ihrem Mann ED bemerkbar macht, ermutigen Sie ihn, sich ärztlich behandeln zu lassen.

Prostatakrebs ist der zweithäufigste Krebs bei Männern.

Etwa einer von 7 Männern erhält die Diagnose Prostatakrebs – bei Männern afrikanischer Abstammung lautet die Zahl einer von 5 und bei Männern mit einer Familiengeschichte von Prostatakrebs, einer von 3. Männer sollten ihr Risiko kennen und mit ihrem Arzt abklären, ob eine Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung empfehlenswert ist.

Männliche Unfruchtbarkeit ist häufiger als Sie denken.

Bei etwa 40 Prozent aller unfruchtbaren Paare ist der männliche Partner entweder die alleinige Ursache der Unfruchtbarkeit, oder er trägt dazu bei. Blut im Harn ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dies kann ein Zeichen für eine Harnwegsinfektion, Nierensteine, eine vergrößerte Prostata oder ein frühes Anzeichen von Blasen- oder Nierenkrebs sein. Sobald ein Mann Blut im Harn bemerkt, sollte er einen Arzt aufsuchen.

Hodenkrebs ist der häufigste Krebs bei Männern im Alter von 15 bis 35 Jahren.

Obwohl ihm nicht vorgebeugt werden kann, hat Hodenkrebs, sofern er frühzeitig erkannt wird, eine hohe Heilungsrate. Anzeichen für Hodenkrebs sind anhaltende Schmerzen oder eine Verhärtung im Hodenbereich.

Zu guter Letzt sollten sich Männer von einem Arzt untersuchen lassen, wenn sie mehr als dreimal pro Nacht auf die Toilette gehen müssen. Dies könnte ein Zeichen für ein Prostata- bzw. Blasenproblem sein oder möglicherweise etwas Ernsteres.  


o.Univ. Prof. Dr. SHAHROKH F. SHARIAT

  • Professor und Klinikleiter der Universitätsklinik für Urologie, Comprehensive Cancer Center an der Medizinischen Universität Wien
  • Adjunct Professor of Urology and Medical Oncology, Weill Cornell Medical Center, New York, NY, USA
  • Adjunct Professor of Urology, University of Texas Southwestern Medical Center, Dallas, TX, USA
  • Guest Professor, Faculty of Medicine, Charles University, Prague, CZ
     

Dr. Shariat ist Professor und Leiter der Universitätsklinik für Urologie an der Medizinischen Universität Wien im Allgemeinen Krankenhaus Wien. Außerdem wirkt er als Adjunct Professor für Urologie und Onkologie am Weill Cornell Medical Center, New York, Adjunct Professor für Urologie an der Universität Texas Southwestern, Dallas, und Gastprofessor an der Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität Prag.

Zuletzt aktualisiert: 24.04.2019