Hormontherapie

Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs kann eine der vielen Formen des Androgenentzugs helfen. Er erfolgt meist medikamentös mit einem LH-RH-Analogon, manchmal in Kombination mit einem Antiandrogen. Das Wachstum und die Funktion normaler Prostatazellen sind abhängig von Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen). Die Androgene, deren Hauptvertreter ...

Geschlechtshormone und die Prostata

Androgene und auch Östrogene sind die Sexualhormone des Mannes. Das Wissen über ihre Funktionen, die Steuerung über Regelkreise und die medikamentöse Beeinflussung sind wichtig für das Verständnis der Entstehung und Behandlung von Prostataerkrankungen.

Androgene

Androgene sind männliche Geschlechtshormone, ihr Hauptvertreter ist Testosteron. Sie werden über verschiedene Zwischenschritte aus Cholesterin gebildet, beim Mann hauptsächlich in den Leydig- Zwischenzellen der Hoden, geringe Mengen auch in den Nebennieren (vgl. Abbildung 1). Von dort gelangen sie ins Blut und binden sich hier fast vollständig an ein besonderes Eiweiß, das SHBG (Sexualhormon- bindendes Globulin). Dieses transportiert sie zu ihren Zielzellen, aber auch zur Leber, wo sie rasch abgebaut werden (Halbwertszeit nur 10 Minuten). Die Abbauprodukte erreichen wiederum über den Blutweg die Nieren und werden mit dem Urin ausgeschieden.